Worum geht es beim revidierten Fortpflanzungsmedizingesetz?

Die medizinische Technik erlaubt es heute, dass künstlich befruchtete Embryos auf Erbkrankheiten und Krankheiten in den Genen untersucht werden können. Die Untersuchungsmethode heisst «Präimplantationsdiagnostik» (PID).   

Der Bundesrat hat dem Parlament empfohlen, die neue Technologie zuzulassen, aber nur für Paare, die von einer schweren Erbkrankheit betroffen sind. Das wären 50 bis 100 Untersuchungen pro Jahr.

Das Parlament hörte nicht auf den Bundesrat. Es beschloss eine viel zu weit gehende Lösung. Statt sich nur auf schwere Erbkrankheiten zu konzentrieren, könnten nun alle über 6’000 Paare pro Jahr ihre künstlich befruchteten Embryos auf allerlei Kriterien überprüfen lassen und sie bei Nichtgefallen vernichten lassen.