Ist unsere Moral am Ende?

– Volksstimme, 24.05.2016

Dieses Jahr feiert unser Schweizervolk 725 Jahre Eidgenossenschaft. Es ist bitter nötig, dass unsere Regierung, aber
auch das Volk, daran erinnert wird, was unsere Vorfahren damals auf der Rütliwiese unter Eid versprochen haben. Der Bundesbrief beginnt mit «Im Namen Gottes, Amen». An diesem heiligen Ort haben unsere Väter einst zu unserem Gott geschworen. Er ist unser erster und bester Bundesgenosse. Durch diesen Bund mit dem Allmächtigen konnte die Schweiz durch schwere Zeiten (Bürgerkriege und zwei Weltkriege) 725 Jahre lang als eigenständiger freier Staat erhalten bleiben. Wenn Gott aus dem Staat vertrieben wird, dann ist dieser dem Untergang geweiht (Niklaus von der Flüe).
Als sich in der Schweiz eine immer grössere Unmoral, Glaubens- und Sittenzerfall, entwickelte, haben vor 26 Jahren einige mutige Frauen und Männereinen neuen Rütlibund (Schweizerische Vereinigung fürchristliche Moral, Menschenwürde und Familienschutz) gegründet. Diese Vereinigung fühlt sich vor unserem Gott, dem Schöpferaller Dinge, verpflichtet, sich gegen die Unmoral am menschlichen Leben einzusetzen, so zum Beispiel gegen Kinderpornografie, Sexualunterricht schon im Kindergarten, GenderIdeologie und jetzt die sich zur schrankenlosen Fortpflanzungsmedizin entwickelnde PID, über die am 5. Juni abgestimmt wird.
Als verantwortungsvolle Christen und in Ehrfurcht vor dem von Gott erschaffenen Menschen legen wir ein überzeugtes
Nein in die Urne. Der Mensch ist keine Handelsware und kein Forschungsprodukt. Gott erhalte in uns einen gesunden
Menschenverstand; seien wir ihm dankbar für die Schönheit seiner wunderbaren Schöpfung!
Anton Schreiber, Wegenstetten